● Forschungsstelle Strafzumessung

Elisa Hoven arbeitet zu verschiedenen Aspekten der Strafzumessung. Derzeit werden eine Reihe empirischer Untersuchungen durchgeführt, deren Ergebnisse hier veröffentlicht werden.

 

aktuelle Publikationen

Die öffentliche Wahrnehmung von Strafzumessungsentscheidungen  - Anlass für Reformen? (KriPoZ 5/2018)

Abstract

Deutschen Strafgerichten wird immer wieder der Vorwurf gemacht, zu milde und zu „täterfreundlich“ zu urteilen. Der vorliegende Beitrag nimmt Form, Inhalt und Folgen der öffentlichen Kritik an gerichtlichen Strafzumessungsentscheidungen näher in den Blick. Grundlage der Betrachtungen ist eine Inhaltsanalyse von fast 2000 Nutzerkommentaren zu Medienberichten über Sexual-, Wirtschafts- und Gewaltdelikte. Die Untersuchung gibt Aufschluss darüber, welche Aspekte der Strafzumessung auf Unverständnis in der Bevölkerung stoßen: Gegenstand der Kritik sind etwa die vermeintlich fehlende Berücksichtigung von Opferinteressen, der Verzicht auf die Ausschöpfung von Strafrahmen sowie die Aussetzung von Strafen zur Bewährung. Die Analyse zeigt ferner, dass Kriminalität und Strafurteile zu einem Politikum geworden sind: Die Empörung über ein als gering empfundenes Strafmaß ist regelmäßig Anlass für eine generelle Ablehnung des deutschen Justizsystems sowie der „Flüchtlingspolitik“ der Bundesregierung. Der Beitrag erörtert mögliche Gründe für die kritische Wahrnehmung der Strafzumessungsentscheidungen und thematisiert anschließend Wege, um Diskrepanzen zwischen den Strafentscheidungen von Richtern und den Straferwartungen von Teilen der Bevölkerung zu überwinden. Eine wichtige Rolle können dabei „Sentencing Guidelines“ spielen, die eine einheitliche und für die Öffentlichkeit transparentere Strafzumessung ermöglichen.

Zeitungsartikel

Das Einspruch Magazin der FAZ berichtet über die Strafzumessungsstudie von Prof. Dr. Elisa Hoven.

Zeitungsartikel

Wer kriegt was warum wofür?

Das System der Strafzumessung ist zu offenkundig defizitär, um nicht reformiert zu werden. Andernfalls steht auch das Vertrauen der Bevölkerung auf dem Spiel.

 

Prof. Dr. Hoven schreibt über das System der Strafzumessung im Einspruch Magazin der FAZ.

Den Artikel finden Sie hier.

letzte Änderung: 10.01.2019

Kontakt

Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Medienstrafrecht 
Prof. Dr. Elisa Hoven

Burgstraße 21
04109 Leipzig

Sprechzeit Prof. Dr. Hoven
Nach Vereinbarung
Raum 1.11

Sekretariat
Sabine Westphal, Raum 1.10
Telefon: +49 (0)341 97 35290
E-Mail

Sprechzeiten Sekretariat
Montag bis Donnerstag
10:30 bis 11:30 Uhr

aktuelle Veröffentlichungen

Die Keuschheitsprobe
in: F.A.Z. Einspruch Magazin

Gebührenunterschreitung als strafbare Bestechlichkeit
in: StV 2019, 64

Warum jetzt noch?
in: F.A.Z. Einspruch Magazin

Suizidbeihilfe in Deutschland. Die Perspektive der Strafrechtswissenschaft
in: MedR 2018, 74

Wer kriegt was warum wofür?
in: F.AZ. Einspruch Magazin

Die öffentliche Wahrnehmung von Strafzumessungsentscheidungen
in: KriPoZ 5/2018

Zur Strafbarkeit von Täuschungen im Sexualstrafrecht
in: KriPoZ 3/2018

Im Namen des Volkes? - Recht und Rechtsempfinden
Podcast auf hr2