BMJV Projekt "Der strafrechtliche Umgang mit digitalem Hass"

  • BMJV Projekt "Der strafrechtliche Umgang mit digitalem Hass"

Digitaler Hass (english version below)

Im Rahmen des Projekts werden die verschiedenen Facetten von digitalem Hass aus kriminologischer, strafrechtlicher und strafprozessualer Perspektive näher beleuchtet. Auf der Basis von empirischen Untersuchungen sollen konkrete Vorschläge für eine effektive strafrechtliche Bekämpfung von digitalem Hass entwickelt werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz unterstützt. Die Ergebnisse des Projekts werden auf jährlichen Tagungen medienwirksam präsentiert.

Ansprechpartnerinnen bei Fragen zum Projekt sind Hannah Heuser und Alexandra Witting (forschungdigitalerhass(at)uni-leipzig.de).

Der erste Teil des Projekts widmet sich dem besseren Verständnis von Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen von digitalem Hass. Hierzu werden neben einer Analyse von Hasskommentaren, deren wesentliches Forschungsinteresse ist, systematisch zu erfassen, gegen wen sich Hasskommentare richten und welche Inhalte in besonderer Weise solche Kommentare auslösen, auch Interviews mit Adressat*innen sowie Verfasser*innen von Hasskommentaren geführt.

Digitaler Hass schränkt Meinungsfreiheit ein

Um sich einen ersten Eindruck von der aktuellen Lage zu verschaffen, führte das Marktforschungsinstitut "Forschungsgruppe g/d/p" im Auftrag von Frau Professorin Hoven im Juni 2020 bereits eine repräsentative Befragung zur Wahrnehmung von Hasskommentaren im Internet durch.

42 Prozent aller Befragten antworten, dass sie aufgrund von Hassreden vorsichtiger eigene Beiträge im Internet formulieren oder darauf verzichten, etwas zu posten.

Weitere Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung sowie Informationen zum Untersuchungssteckbrief und zur Stichprobenkultur finden Sie  hier und hier sowie hier.

Ein Interview zur durchgeführten Studie mit Prof. Hoven ist hier und hier verlinkt.

Digital hate

The project aims to shed light on the different facets of digital hate from a criminological, substantive and procedural criminal law perspective. Several empirical studies will lay the foundation of recommendations for amendments to the German law that will lead to a more effective and efficient prosecution of digital hate. The Federal Ministry of Justice is providing funding and the findings of the project will be presented at annual conferences targeted not only at the scientific community but also at the media and the public.

If you have any questions regarding the project please contact Hannah Heuser and Alexandra Witting (forschungdigitalerhass@uni-leipzig.de)

The first part of the project is dedicated to attaining a better understanding of the causes, the appearances and the consequences of digital hate. It includes an analysis of hate comments that systematically classifies not only the usual targets of hate comments, but also the types of incidents that typically trigger digital hate. In addition, interviews both with authors and receivers of hate comments will be conducted.

Digital hate restricts freedom of expression

In order to gain a first impression of the status quo, the market research institution "Forschungsgruppe g/d/p" conducted, on behalf of Professor Hoven, a representative survey about the perception of online hate comments in June 2020.

42 percent of all respondents answered that they are more cautious when posting comments online or even refrain from posting online because they fear hate comments.

To find out more about the results of the survey and to get further information about the survey fact sheet and the sample structure click here, here and here.

You can find an interview with Professor Hoven about the conducted survey here and here.

letzte Änderung: 12.08.2020